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  Ammoniak und Kohlendioxid:
die natÜrliche KÄltemitteln
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Ammoniak

KÄLTEMITTEL
 
Das Kältemittel ist das “Blut” jeder Kälteanlage. Es wird in einer Kammer mit niedrigem Druck (und Temperatur) zum Kochen gebracht und kondensiert in einem anderen Behälter mit hohem Druck. Bei der Wahl des Kältemittels sind zahlreiche Aspekte zu berücksichtigen. Wir nennen hier nur einige davon:

  • Energieeffizienz.
  • Umweltverträglichkeit sowie kurz- und langfristige Auswirkungen auf die Umwelt.
  • Wärmeaustauschfähigkeit.
  • Spezifische Leistung (das Verhältnis zwischen Kälteleistung und Kältemittelmenge oder –raum).
  • Einfache Leckortung und Wartungsfreundlichkeit.
  • Weder zu niedrige noch zu hohe Betriebsdrücke.
  • Kompatibilität mit den Baustoffen.
  • Verfügbarkeit und Kosten.

Diametri di tubi per acqua glicolata, freon, ammoniaca e CO2Ammoniak

Ammoniak ist ein natürliches Kältemittel, das von Anfang an (Carré, 1859) in Kältemaschinen eingesetzt wurde und auch heute noch zahlreiche Vorteile gegenüber anderen Kältemitteln bietet.
Ammoniak besitzt vor allem einen höheren Wirkungsgrad (C.O.P.). Die spezifische Leistung ist ebenfalls sehr hoch, wodurch die Abmessungen der Anlage verringert werden können.
Auf Grund der hocheffizienten Wärmeaustauschleistung können kleinere Wärmeaustauscher eingesetzt werden.
Ammoniak kostet nur einen Bruchteil dessen, was Fluorkohlenwasserstoffe kosten, und obwohl es als toxisches Gas klassifiziert ist, schädigt es die Umwelt und die Ozonschicht nicht. Außerdem verringert es die Auswirkungen auf die globale Erwärmung sowohl direkt, weil es kein Treibhausgas ist, als auch indirekt durch den geringeren Energieverbrauch. Wenn es in die Umwelt gelangt, wird es wieder in den natürlichen Stickstoffkreislauf aufgenommen.
Der stechende Geruch von Ammoniak ist ein Sicherheitsfaktor. Denn die Geruchsschwelle von Ammoniakliegt bei etwa 5 Teilen pro Million (5 ppm oder 0,0005%) und die Erträglichkeitsgrenze bei circa 50 ppm; bei Werten über 500 ppm besteht Vergiftungsgefahr.
Im Falle eines Lecks ist der Austritt von Ammoniak sofort wahrnehmbar.

Die Abbildung enthält eine Vergleichstabelle der Leitungsquerschnitte bei gleicher Kälteleistung. Die Ammoniak- und CO2-Leitungen sind am leichtesten und erfordern eine geringere Wärmeisolierung.

CO2 in industriellen KÄlteanlagenCO2
CO2 oder Kohlendioxid eignet sich hervorragend als Kältemittel.
Die herausragende Eigenschaft von CO2 ist der hohe Druck, der während des Betriebs aufgebaut wird. Dies erfordert einerseits robustere Gehäuse und Anlagen, ermöglicht aber andererseits wegen der höheren Gasdichte kleinere Rohrabmessungen. Unter Umweltaspekten ist Kohlendioxid nicht ozonschädlich, wenn es versehentlich austritt oderin die Umwelt gelangt. Es ist zwar nicht umweltneutral wie Ammoniak, aber es hat deutlich geringere Auswirkungen auf den Treibhauseffekt als fluorierte Kältemittel. Außerdem ist Kohlendioxid nicht toxisch.
Aus wirtschaftlicher Sicht kostet Kohlendioxid etwa ein Zehntel im Vergleich zu Ammoniak und ein Hundertstel im Vergleich zu Freon.

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